Dieser Blog wurde für die Auslandspraktikantinnen und -praktikanten des Berufskollegs Bachstraße in Düsseldorf eingerichtet. Er dient zum Austausch von Ideen, Tipps, Erfahrungen und Hinweisen, die für den Auslandsaufenthalt unserer Praktikantinnen und -praktikanten nützlich sind.

Sonntag, 9. Juli 2017

Hallo aus Düsseldorf!

Leider bin ich wieder zuhause angekommen .. ich vermisse London jetzt schon. Ich muss ehrlich sagen, bevor ich nach London geflogen bin, hatte ich echt was Angst, also vor allem. Die Angst war nach dem ersten Tag direkt weg. Allerdings kenne ich auch ein paar Leute, die in London studieren und hatte auch ziemlich coole Arbeitskollegen. Es war wirklich eine sooo tolle Zeit und ich würde es jedem empfehlen ein Erasmuspraktikum zu absolvieren!!!!! Klar, reicht ein Monat nicht aus, um englisch fließend plötzlich sprechen zu können, aber es bringt einen definitiv weiter viel sicherer in der Sprache zu sein und auch mehr Vokabeln zu können. Wenn jemand auch überlegt, in London sein Praktikum zu machen, dann am besten in dem Zeitraum Mai - September, würde ich sagen. Ich hatte in der Zeit, die ich in London gewohnt habe  (Juni/Juli), kein einziges Mal Regen - dabei denkt man doch direkt an Regen, wenn man London / England hört. Dadurch, dass ich das schönste Wetter dort hatte, war mein Aufenthalt halt noch cooler! Die Leute dort sind generell super offen, man lernt schnell Leute kennen, auch über Freunde oder Arbeitskollegen - so war es zumindest bei mir. Ich hatte noch so viel auf meiner Liste, was ich in London und Umkreis sehen und erleben wollte .. habe leider nicht alles geschafft. Das heißt in London ist immer was los und man kann immer was unternehmen! Da ich nach meiner Ausbildung sowieso vor habe zu studieren, habe ich mir Gedanken gemacht, wie es denn wäre in London zu studieren oder eine Auslandssemester zu machen. Meine Wohnung habe ich über spareroom.com und dann über RR PROPERTIES gefunden. Gute Agentur, sehr hilfsbereite Leute, schöne Wohnung, sehr sauber!

Wenn ihr Fragen an mich habt, schreibt mir doch hier persönlich! Ich kann euch sicherlich fast alles beantworten und Tipps für Sehenswürdigkeiten, schöne Orte, Museen, Restaurants, Bars & Clubs geben!!!!

Freue mich von euch zu hören :-) 

LG aus Meerbusch 

Eure Lara (21)

Montag, 26. Juni 2017

Hello from London!

Hallo ihr Lieben,

zurzeit bin ich (Lara, 21 aus Meerbusch bei Düsseldorf) in London und es ist quasi Halbzeit meines Erasmus+ Praktiums. Ich bin für einen Monat hier, was ich zuvor als viel empfand, aber jetzt rast die Zeit. Am liebsten würde ich die Zeit nochmal zurück drehen, denn ich habe mich so verliebt in London. Seitdem ich hier bin, ist super Wetter - also kein klischeehafter Regen. Ich mache momentan eine Ausbildung bei der Modefirma Diesel in Düsseldorf und arbeite jetzt als Praktikantin in London im Dieselstore auf der Brompton Road. Von daher war es nichts Neues für mich - außer die Sprache, wovor ich echt Angst hatte, den britischen Akzent zu verstehen. Ich muss wirklich sagen, dass man sich nach ein paar Tagen direkt dran gewöhnt hat. Die Arbeit hier macht mir viel Spaß. Der Store ist ganz neu (seit Oktober 2016) und viel größer. Wir sind ca. 20 Mitarbeiter (in Düsseldorf nur 11) - alles sehr international. Ein paar kommen aus Italien, einer aus Dänemark, Polen, Indien etc. Mit dem Englischsprechen habe ich eigentlich auch keine Probleme mehr. Verstehen tue ich fast alles und sprechen ist auch okay. Irgendwie verstehen die Leute einen immer! :-) Sowohl meine Wohnung (die super schön und groß ist), als auch mein Office liegen in South Kensington. Die Lage ist top und der Ort an sich auch total schön und seriös. Der Diesel Store ist direkt neben dem bekannten Kaufhaus Harrods. Ich habe schon viel in London erkundet, aber es nimmt kein Ende - denn London ist noch größer, als man denkt. Morgen gehe ich wieder zur Arbeit und freue mich schon. Das Lustige ist, es kommen ziemlich viele deutsche Kunden in den Store. Ich bin froh, dass ich das Auslandspraktikum machen durfte, denn du lernst nicht nur die Sprache besser, sondern auch dich, da du endlich mal auf dich allein gestellt bist. Was ich wirklich ehrlich sagen kann ist, dass ich jetzt sehr sicher im Englischsprechen bin, egal ob richtig oder falsch, ich traue mich einfach drauf los zu reden. Ein kleiner Nachteil an London ist, dass es unfassbar teuer ist. Nicht nur Restaurants, Shopping und Clubs, auch die Lebensmittel und vieles Weitere. Dafür sind aber einige Galerien und Museen kostenfrei und empfehlenswert, wie z.B. das Tate Modern, die Saatchi Gallery und ein Teil des Victoria&Albert Museum. Ich empfehle das Auslandspraktium jedem, der reiseaffin ist und mal in die Arbeit in anderen Ländern mit anderen Sprache reinschnuppern möchte. Ich habe so viel zu erzählen und berichten, also werde ich mich bestimmt nochmal melden :-) 

Fazit: Ich liebe es hier, also tschüss Deutschland und Düsseldorf!!!


Sonnige Grüße aus London!

Bis bald,

Lara 

Ihre Posts sind herzlich willkommen......

....wir würden uns sehr freuen, wenn die "aktuellen" Auslandspraktikantinnen hier ihre Erfahrungen schildern würden.
Vielen Dank!!

Samstag, 22. Oktober 2016

Arrivederci!

Morgen verlasse ich Südtirol. Ein letzter Blog-Eintrag. Die wichtigste Frage zuerst: Hat sich das Auslandspraktikum gelohnt? Definitiv. Es gab mir interessante Einblicke in das italienische Bibliothekswesen. (Beispiel: Als Schutz der ital. Videotheken gibt es hier ein Gesetz, dass es verbietet DVDs und Videospiele in Bibliotheken anzubieten, sofern sie noch nicht 2 Jahre alt sind.) Grundsätzliche Unterschiede zwischen  den Ländern wurden mir nochmal bewusst. (Beispiel: Für die Nutzung von Autobahnen muss man hier Maut bezahlen. Das ist extrem nervig.) Meine hier ausgeführten Tätigkeiten und Aufgaben haben zu neuen Erkenntnissen geführt. (So habe ich z.B. die Facebook-Seite der Stadtbibliothek Bruneck mitverwaltet.) Sprachkenntnisse konnte ich ausbauen. (Ich weiß jetzt, dass "ciao" genauso Begrüßung wie Verabschiedung ist, "heuer" bedeutet "dieses Jahr" und egal wie gut Du auch Englisch sprichst, sofern dein Gegenüber kein Englisch kann oder keine Lust hat Englisch zu sprechen, dann kehre zu prähistorischen Grunzlauten und Handzeichen zurück. Diese sind in jedem Menschen noch irgendwo im Unterbewussten vorhanden und werden dann reaktiviert.) Das Auslandspraktikum war auch eine günstige Alternative mal ins europ. Ausland zu fahren. Man muss zwar selber Geld hinzusteuern und man sollte nicht vergessen, dass der Zuschuss nicht vollständig vor der Abfahrt ausgezahlt wird, aber als FaMI-Azubi hat man ja wirklich nicht viel Geld für Reisen zur Verfügung und da ist Erasmus+ sehr hilfreich. Ich wär aus Jux jedenfalls nicht nach Italien gefahren, auch wenn ich dies schon länger überlegte. Fazit: Ich kann jedem nur ans Herz legen die Chance mit Erasmus+ zu nutzen. Für mich hat es sich gelohnt.
Bleibt sauber
Carsten

PS: Kinderbücher versteht man in jeder Sprache. Hier ein paar großartige Werke, die ich gestern in der Rückgabe fand.





Mittwoch, 19. Oktober 2016

Being busy...

Hallo!

Es gibt wieder mal ein "kleines" (letztes) Update.

Am Wochenende hatte ich Besuch von meinem Freund und das typische London-Programm stand auf dem Plan: Besuch des Tate Modern und Natural Histoy Museum (die Dinosauererausstellung war echt cool..), ein 5 Stunden-Spaziergang an allen großen Sehenswürdigkeiten vorbei und jeder Menge Pub-Essen.



Die Arbeitswoche begann dann für mich mit einem Besuch in der Wiener Library an (auch bekannt als "The Wiener Library for the Study of the Holocaust and Genocide"). Benannt ist diese Mischung aus Bibliothek, Museum und Archiv nach ihrem Gründer Alfred Wiener, einem deutschen Juden, der sich der Dokumentation von deutschem und europäischem Antisemitismus und Rassismus sowie der Aufklärung von Verbrechen des Naziregimes verschrieben hat. Die Sammlung umfasst u.a. Monografien, Kinderbücher, Tarnschriften (sozusagen versteckte kritische Texte von Regimegegnern auf beispielsweise Teebeutelverpackungen) und persönliche, teils auch sehr bewegende Briefe/Aufzeichnungen/Dokumente von Zeitzeugen. Ich hatte sogar die Möglichkeit, mir die Ausstellung "A Bitter Road" über forced migration anzusehen, obwohl diese erst in Kürze eröffnet wird. Sehr interessant und sehr zu empfehlen! Am Nachmittag habe ich weiter an meinen beiden Projekten gearbeitet: diesmal habe ich mir die deutschen Neuerscheinungen in den Bereichen Linguistik und Kunst angeschaut sowie ein Abstract zu einem Report über den Einfluss von Persönlichkeitsmerkmalen auf den beruflichen Erfolg geschrieben, was beides auch wirklich sehr viel Spaß gemacht hat.



Am Dienstagvormittag schrieb ich zwei weitere Abstracts, bevor es nach dem Lunch in ein Meeting der Abteilung "Research Services" ging. Anlass dieses Meetings war die Einstellung eines neuen head of departments. Da sich alle Arbeitsgruppen krz vorgestelt haben, war das für mich eine gute Gelegenheit die doch sehr komplexen Beziehungen zwischen den einzelnen Arbeitsgruppen in einen Gesamtzusammenhang zu bringen ;) Danach habe ich mir zusammen mit einer anderen Praktikantin (die lustigerweise genau im gleichen Zeitraum wie ich ein Praktikum in der British Library macht und in Berlin ebenfalls zur FAMI ausgebildet wird - wie klein die Welt doch manchmal ist) erklären lassen, wie die fertig erstellten Abstracts in die Datenbank hochgeladen werden. Dort werden meine dann die Tage auf laden :)

Am Mittwochvormittag habe ich dann zusammen mit Dorothea ebendiese Abstracts in die Datenbank hochgeladen :) Nach dem Lunch ging es für mich dann direkt mit einem Workshop zum Thema "Professional Identities and Development" weiter: zusammen mit einer Kollegin habe ich zunächst die Sprecher und Zuhörer begrüßt und ihnen ihre Namenschilder ausgehändigt. Im Anschluss daran habe ich mir dann auch die 4 sehr interessanten Beiträge angehört :)


Donnerstag kam dann so langsam aber sicher Abschiedsstimmung auf, als ich von Dorothea (im Namen des Teams) ein kleines Abschiedsgeschenk bekommen habe: eine Ausgabe von "The British Library: A Treasure House of Knowledge" (eine bebilderte Übersicht aller Highlight der verschiedenen Sammlungen innerhalb der BL), über die ich mich wahrsinnig gefreut habe :) Den Tag habe ich damit verbracht, weitere Abstracts hochzuladen, bevor wir dann am frühen Nachmittag noch ein "Rare Books & Cross Collection" Meeting hatten. Dort treffen sich Vertreter aller großen Sammlungen, um gegenseitig auf dem aktuellen Stadn zu halten. Später hatte ich noch Gelegenheit, mit den hauseigenen Shop anzusehen und das ein oder andere Souvenir zu kaufen.

Meinen morgigen Tag werde ich Vormittags im Rare Books & Music Reading Room mit "Shadowing" verbringen und den Nachmittag nutzen, um mir die Dauerausstellung sowie die temporäre Ausstellung der British Librry anzusehen.

In ein paar Tage werde ich dann nochmal ein kleines Fazit verfassen ;)

Take care!
Vanessa

Samstag, 15. Oktober 2016

A lot of new impressions...

Hallo!

Ich wollte euch mal ein kurzes Update geben, was ich die letzten Tage hier in London (und Boston Spa) so gemacht habe ;)

Der Dienstag fing gleich sehr interessant an, weil ich eine private Tour durch die "Music Collection" bekam. Die Sammlung ist wirklich groß - sie erstreckt sich über eine komplette Etage des vier-stöckigen basements - und enthält neben gedruckten Noten und Stimmen auch noch handgeschriebene Manuscripte von Komponisten/Musikern, in denen teilweise sogar Anmerkungen von publishern mit Änderungswünschen zu finden sind. Ein weiterer Betandteil des Bestandes ist die "Paul Hirsch Collection", eine private Sammlung eines Londoner Industriellen. Es enthält, wie die anderen Bestandteile der Collection auch, teils sehr alte, fagile und auch einzigartige Medien. Besonders in Erinnerung bleiben wird mir ein Spielkartensatz aus dem 16. Jahrundert - auf jeder Karte waren die Noten eines anderen Liebesliedes aufgedruckt und oben links in der Ecke der sehr schön gestaltete und handcolorierte Wert der Spielkarte, begleitet von zwei aufwändig bestickten kleinen Aufbewahrungstäschchen.
Am Nachmittag habe ich dann eine Schicht am "Reference Enquiry Desk" des großen "Humanities Reading Room" verbracht -  ich beantwortete natürlich nicht selbst die Anfragen der Kunden, sondern habe mich im Hintergrund aufgehalten und die beiden Kollegen bei der Arbeit beobachtet - die Engländer nennen das "Shadowing". Es war wirklich sehr interessant zu sehen, mit welchen speziellen Rechercheanfragen die Kunden zum Informationstisch kommen - an dieser Stelle hat man sehr deutlich gemerkt, dass die British Library vorwiegend von Menschen genutzt wird, um Forschung betreiben. Am Ende durfte ich dann sogar eine schriftliche Anfrage nach gemeinsamer Recherche in den unterschiedlichsten Datenbanken beantworten :)

Der Mittwoch war für mich ausschließlich ein "desk day": ich habe den ganzen Tag an meinen beiden Projekten gearbeitet und stand dabei in regem E-Mail-Kontakt zu Dorothea, sodass sich Fragen meinerseit schnell und problemlos klären ließen. Am Ende das Tages hatte ich dann 2 Abstracts geschrieben und die Nationalbibliographie Reihe A im Bereich der Sozialwissenschaften nach geeigneten Titel durchforstet. Das Feedback war auch sehr positiv, sodass es für mich ein erfolgreicher Tag war ;)

Donnerstagmorgen bin ich dann in aller Frühe nach York gefahren, um die Außenstelle der British Library zu besuchen, um einen Blick "hinter de Kulissen" zu bekommen. Den hier werden z.B. die von den curators in London ausgewählten Titel gekauft und anschließend katalogisiert und eingearbeitet. Eine weitere große Aufgabe ist der "Document Supply Service" - Titel, die Leser in London bestellen, ort aber nicht vorhanden sind, werden aus dem Bestand von Boston Spa bestellt und über Nacht angeliefert. Donnerstag und Freitag habe ich mir dann den acquisition sowie den cataloging process angesehen. Eine Menge Informationen - kein Wunder also, dass die Einarbeitung eines neuen cataloguers bis zu 3 Monate dauern kann - wovon ich mir die Hauptprinzipien und -schritte dann aber doch irgendwie merken konnte. Außerdem habe ich noch einen kleinen Einblick in die Arbeit des Trainig Teams bekommen. Sie sorgen mit speziellen Kursen und Talks dafür, dass alle Mitarbeiter auf dem neuest Stand bleiben oder aber bei Änderungen in der Software lernen, mit diesen umzugehen (beispielsweise bei der Einführung von RDA). Ihre letzten beiden großen Projekte waren die Implementation einer Learning Hub sowie eine große Mitarbeiterumfrage, um die individuellen Bedürfnisse nach Fortbildungsmaßnahmen herauszufinden und diese entsprechen zu können. Die zwei Tage in York waren auf jeden Fall sehr interessant um zu erfahren, was so allem im Hintergrund der British Library abläuft und was man als "normaler" Besucher oder Nutzer gar nicht sehen kann.
Auf meinem 40-minütigen Weg zum Hostel hin und wieder zurück hatte ich dann auch noch die Chance, einen kleinen Eindruck von der (wirklich sehr schönen) Stadt York zu bekommen :)




Nun bin ich wieder in London und werde die kommenden zwei Tage mit Sightseeing, dem Besuch diverser Museen und dem Genuss des Englischen Essens verbringen :)

See you soon!
Vanessa